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18.Juni 2017, 15 Uhr: Timo Bernhard fährt mit seinem Porsche zu seinem zweiten Sieg beim „24-Stunden Rennen von Le Mans“ über die Ziellinie.

Was nach einem typischen Ablauf klingt – 2015 und 2016 hatte Porsche bereits gewonnen – glich einer Sensation.
Dreieinhalb Stunden nach dem Start musste der Porsche wegen technischer Probleme in die Box und fiel so auf Platz 55 zurück. Währenddessen übernahmen die direkten Konkurrenten, zwei Toyota Wagen, die Führung.
Im Spitzenfeld dabei nur noch ein einziger Porsche, der später auf Grund technischer Probleme ebenfalls raus musste.

Doch dann kamen die beiden entscheidenden Stunden des Rennens in denen sich alles veränderte. Innerhalb kürzester Zeit fielen alle Toyota Wagen nacheinander aus – der führende durch einen Kupplungsschaden und der zweite wegen eines ähnlichen Defektes, den zuvor der Porsche hatte.
Das zurückgefallene Porsche Team sah seine Chance gekommen. Anstelle von Toyota führte mittlerweile jedoch ein ganz anderes Teams – aus der LMP 2 (eine Klasse kleiner). Die Sensation lag in der Luft.
Doch eine Stunde vor Schluss schloss Timo Bernhard zu dem Erstplatzierten auf und überholte ihn.
Das Rennen war entschieden Ein historischer Sieg für Porsche.

In den letzten Beiträgen wurden Themen wie mangelnder Praxisbezug an Universitäten und mangelnde Innovation und die Chancen von Open-Innovation beleuchtet. Aber was hat das Ganze mit dem oben geschilderten Rennen von Le-Mans zu tun?

Aus dem Ablauf können wir drei Kernbotschaften für das Thema Innovation filtern, die fundamental sind:

  1. Innovation kann nur durch den Wettkampf mehrerer unterschiedlicher Ansätze gelingen.
  2. Innovationsideen müssen sich der Realität aussetzen und sich an externen Faktoren erproben.
  3. Das Ausruhen auf dem heutigen Erfolg ist einer der wahrscheinlichsten Indikatoren für Misserfolg von morgen.

Was wäre passiert, wenn Porsche nur mit einem Auto gestartet wäre?

Was wäre gewesen, wenn das Rennen geendet hätte, ehe Toyota auf Grund technischer Probleme ausschied?

Was wäre passiert, wenn es keinen Wettkampf zwischen Toyota und Porsche gegeben hätte und somit keine Motivation bestanden hätte, das zurückgefallene Auto in Rekordzeit zu reparieren?

Innovation muss sich dem Wettkampf schon vor einer kostspieligen Implementierung stellen. Alle Autos im Rennen zu verlieren und damit auch das Rennen an sich kann und darf für Firmen in Zukunft keine Option mehr sein; dafür ist die Welt zu schnelllebig geworden.
Innovation muss sich eng an ihrer Zielgruppe orientieren. Wenn ein Rennen 24 Stunden dauert, muss ein Auto im Stande sein, die Strecke auch absolvieren zu können.
Zusätzlich muss Adaption schnell stattfinden um erfolgreich zu sein – Porsche konnte nur gewinnen, da ihr Team den Porsche von Timo Bernhard in Rekordzeit reparierte.
Entsprechende Herausforderungen kommen nicht nur im Bereich der Produktentwicklung auf uns zu, sondern auch im sich immer schneller wandelnden Feld des Managements und des Employer Brandings. (Die Herausforderung der New Work steht direkt vor unserer Tür.)

Wir müssen aufhören immer wieder die gleichen Fehler zu wiederholen

Nur Innovation heute kann die starke deutsche Wirtschaft von morgen beschützen. Andreas Kluth beschreibt genau das in seinem Buch „Hannibal and Me“ und zeigt dabei eine Systematik durch die ganze Menschheitsgeschichte auf: der sicherste Indikator für zukünftigen Misserfolg sind konstante Erfolge heute. Hannibal gewann sein Leben lang fast alle seiner Schlachten. Trotzdem eroberte er niemals Rom und stürzte Karthago in eine unüberwindbare Krise. Toyota lag mit zwei Autos zwischenzeitlich uneinholbar vorne und verlor trotzdem. Im Gegensatz zu denen bei Porsche konnten die technischen Defekte dort nicht behoben werden.
Wer trotz seiner hervorragenden Position am Markt nicht in Innovation investiert, droht Nokia 2.0 zu werden.

Diese Beobachtungen führen zu einer zentralen Erkenntnis: Es braucht mehr dezentrale Open-innovation – Innovation kreiert im Wettbewerb von der direkten Ziel- oder Betroffenengruppe.

Genau an diesem Punkt setzt ekipa an. Gerade in Deutschland steigt der Innovationsdruck enorm. Dem begegnen wir mit der großen Menge an brachliegendem – und meist unbeachtetem – Innovationspotential junger Menschen, um die Herausforderungen von morgen zu meistern.

Homo Innovatio

Erst langsam beginnen wir das Innovationspotential und vor allem die Bereitschaft junger Menschen sich einzubringen zu nutzen. Bei ekipa fangen wir jetzt damit an.

Junge Menschen müssen ab heute die Möglichkeit haben, sich innovativ zu engagieren – ihre eigene Zukunft aktiv mitzugestalten.

Gerade als Digital Natives sind die meisten prädestiniert dazu die digitale Zukunft zu formen und zu prägen.

Die Vorteile, die sich vor allem für junge Studenten dadurch ergeben, ihr Wissen in der Praxis umzusetzen, wurden in den vorangegangenen Blogeinträgen bereits skizziert.

Unternehmen erhalten durch das Engagement die Möglichkeit, ihren aktuellen Problemen mit neuen innovativen Ideen zu begegnen und ihre Geschäftsmodelle hinsichtlich der Aktualität zu überprüfen, um nicht wie Hannibal von einem kleinen Sieg zum nächsten zu eilen und dabei die großen Veränderungen und Herausforderungen zu verpassen.

 

Den Weg frei machen für Innovation

Ermöglichen wollen wir die Einbindung junger Menschen dadurch, dass wir ihnen über unsere Online-Plattform (und auch über das sogenannte University Battle) Zugang zu echten Herausforderungen von Unternehmen und Organisationen schaffen. Der ganze Prozess findet dabei in Teams statt – kurz gesagt: Crowd-Teaming.

Unsere Plattform ermöglicht es verschiedene, bunt durchmischte Teams direkt und kolloborativ an Challenges von Unternehmen und Organisationen zu arbeiten und Chancen für die Zukunft zu schaffen. Aus der bestehenden Crowd finden sich auf Basis von Fähigkeiten und Präferenzen Teams zusammen, die sich dann an die Bearbeitungen der Fragestellungen machen.

Die Plattform folgt dem Leitsatz der Open-Innovation – jeder hat Zugang zu den Challenges und kann sich daran beteiligen und in interdisziplinären Teams Lösungen erarbeiten und dabei Erfahrungen, sowie Referenzen für die eigene Zukunft sammeln. Für die besten Teams winkt dazu ein attraktives Preisgeld als zusätzlicher Anreiz.

Im Kern folgt das Ganze vor allem einer zentralen Motivation: Es erfordert viel Mühen und Anstrengung nach 24 Stunden über die Ziellinie zu kommen – die wahre Kunst aber liegt darin, alle anderen dauerhaft hinter sich zu lassen. Das funktioniert nur, wenn Teams zusammen die besten Lösungen für morgen erarbeiten. Das hat Toyota, ein Jahr später, beim 24 Stunden Rennen von Le Mans 2018 eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Wenn das gelingt, entsteht ein enormer Mehrwert für alle Parteien.

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